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Thema: Düsseldorfer EG

  1. #11
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    Standard Courchaine sicherte zweiten Punkt

    Quelle: DerWesten von Michael Ryberg

    Krefeld. Die DEG siegte 5:4 - das dramatische Rhein-Derby vor ausverkuftem Haus in Krefeld wurde erst im Penaltyschießen entschieden.

    8029 Eishockey-Freunde im Eis-Palast zu Krefeld waren gestern Abend fix und fertig. 2:40 Stunden boten Krefeld Pinguine und die DEG alles, was erstklassigen Pucksport so attraktiv macht. Das bessere Ende eines dramatischen Derbys hatten die glücklicheren Gäste für sich. Das 5:4 (2:0, 2:2, 0:2, 0:0 1:0) entschieden die Schützlinge von Cheftrainer Harold Kreis gegen starke Pinguine durch Adam Courchaine im Penaltyschießen. Der traf dort gleich zweimal. Zur Tabellenführung reichte der Zusatzpunkt freilich nicht. Wolfsburg (4:2 über Hamburg) schob sich mit dem besseren Torverhältnis an den punktgleichen Krefeldern und der DEG vorbei.
    Die Schwarz-Gelben spielten dabei mindestens auf Augenhöhe mit Rot-Gelb, hatten Feldvorteile und mehr Torchancen. Die DEG jedoch entpuppte sich als zielsicherer und cleverer. Schon im ersten Drittel. Krefelds Duisburger Verwey traf das leere Tor nicht, der Füssener Jung-Pinguin Driendl (22) vergab zweimal aus bester Schussposition.
    Auf der Gegenseite bekam Keeper Scott Langkow nicht viel zu fassen. Holzers Weitschuss von der Blauen Linie schien haltbar. Die 400 Gäste-Fans freuten sich über den ersten Saisontreffer des Bajuwaren bei seinem Comeback nach vier Wochen „Kopfschmerzpause”.
    Harringtons Hammer in den linken Torwinkel legten Collins und Courchaine in Direktkombination auf. Die unverdrossen anfeuernde KEV-Fans-Wand der Westkurve wurde im zweiten Durchgang belohnt. Blank stand in Überzahl blank, lochte mühelos zum Anschluss ein. DEG-Jungspund Schüle legte mit einem Patzer in der eigenen Zone den Ausgleich auf. Schopper, der zu Essener Zeiten mal zum erweiterten DEG-Aufgebot gehört hatte, vollstreckte im Nachschuss.
    Die drohende Wende verhinderte Rob Collins im Alleingang. Ein Musterpass verwertete Torjäger Courchaine im Solo: per Rechts-Links-Wackler im Zweikampf mit Langkow. Als der Torsteher nur zwei Minuten später, durch Collins' Knaller in den rechten Torwinkel, auch noch das 4:2 fraß, handelte KEV-Trainer Igor Pavlov: Ex-DEG-Ersatzkeeper Kovacic (21) für den 33-jährigen Kanadier zwischen die Pfosten!
    Doch wirklich in Bedrängnis gebracht wurde der schmächtige Rosenheimer nicht. Im Gegenteil. Die Pinguine spielten im Schlussabschnitt Einbahnstraße. Und kamen noch verdient zum Ausgleich. Piettas Winkelknaller und ein verdeckter Weitschuss von Pavlikovsky schlugen hinter dem viel beschäftigten Jamie Storr ein. Nach einer Verlängerung mit KEV-Großchancen war das Penaltyschießen ein Nervenkrieg: Courchaine – Tor, Vasiljevs – technisches Tor, weil Keeper Storr seinen Schläger warf, Collins – Latte, Driendl – Pfosten, Reimer – Pfosten, Stephens – Storr hält, Vasiljevs – Pfosten, Courchaine – Tor und Entscheidund.
    Kommentar von DEG-Trainer Harold Kreis: „Das war Werbung fürs Eishockey. Leider musste es ein Gewinner geben. Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen.” Das gibt es allerdings im Eishockey seit zwei Jahrzehnten nicht mehr.

    DEG: Storr; Caldwell, Harrington; Hedlund, Ratchuk; Holzer, Bazany; Schüle; Courchaine, Collins, Patrick Reimer; Kreutzer, Reid, Joseph; Kaufmann, Tutschek, Carciola; Hinterstocker, Ramsay, Boon.

    Schiedsrichter: Reiber (Buchs bei Aarau).

    Zuschauer: 8029 (ausverkauft).

    Tore: 0:1 (9:30) Holzer (Collins, Patrick Reimer), 0:2 (15:34) Harrington (Collins, Courchaine), 1:2 (23:37) Blank (Stephens, Vasiljevs/5-4-Überzahl), 2:2 (27:59) Schopper (Blank, Vasiljevs), 2:3 (29:08) Courchaine (Collins), 2:4 (31:12) Collins (Patrick Reimer, Harrington/5-4), 3:4 (45:58) Pietta (Verwey, Akdag), 4:4 (54:38) Pavlikovsky (Milo, Blank), 4:5 (65:00) Courchaine (Penalty)

    Strafminuten: KEV 12, DEG 12.

    Beste DEG-Spieler: Collins (5 Punkte), Courchaine (3), Patrick Reimer (1).

  2. #12
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    Standard Ein Nachmittag nach Ramsays Geschmack

    Quelle: DerWesten von Michael Ryberg

    EISHOCKEY. Der lange verletzte Ex-Krefelder fand sich beim siebten Sieg in Serie plötzlich im ersten DEG-Angriffsblock wieder.

    Ryan Ramsays Jersey mit der Nummer 14 war blutig. Ein Ausweichdress ohne Namen, aber mit einer „18” auf dem Rücken feierte in den Schlussminuten seine rot-schwarze Premiere. Dazu blutete die Oberlippe den Trikottauschers. Doch das machte alles nichts. Der gestrige Eishockey-Nachmittag im Dome lief ganz nach dem Geschmack des 25-jährigen DEG-Kanadiers. Der hatte den Schlusspunkt beim souveränen, ungefährdeten, herausgekämpften 4:1 (1:0, 1:0, 2:1) über schwache Nürnberg Ice Tigers gesetzt. Und dazu über weite Strecken in der ersten Angriffsreihe spielen dürfen.


    Start-Center Rob Collins spürte schon am Samstag ein leichtes Ziehen in der Leistengegend. Gestern passte der Spielgestalter nach dem ersten Drittel vorsichtshalber. „Damit nichts reißt”, wie Teamarzt Dr. Ulf Blecker versicherte, „wir werden die vermeintliche Verletzung allerdings checken müssen.” Heute Nachmittag.


    Ramsay nutzte die unverhoffte Möglichkeit, nach seinem Comeback-Spiel am Freitagabend in Krefeld (5:4 nach Penaltyentscheid) von Block vier in die Reihe eins zu wechseln. Kein Nachteil. „Mit Patrick Reimer und Adam Courchaine macht's richtig Spaß", versicherte der ehemalige Krefelder Pinguin.


    Zumal das vor vier Wochen in Wolfsburg verletzte Knie keine Schmerzen mehr bereitet. „Dafür tun mir nun Kopf und Gesicht weh”, so Ramsay. Mindestens dreimal bekam der gelernte Center einen hohen Stock oder eine verirrte Faust der ruppig agierenden Franken ab. Was auch eine Folge des Leistungsunterschieds beider Teams war. „Die DEG hat viel härter gearbeitet und uns zu Strafen gezwungen”, befand Gäste-Trainer Andreas Brockmann. Der ehemalige DEG-Meisterangreifer verpackte die enttäuschende Leistung seiner Cracks geschickt. Niemand der 5500 Fans hatte das Gefühl, die Gäste könnte nach dem frühen 0:1 nach nur 73 Spielsekunden durch Shane Joseph den siebten DEG-Sieg in Serie irgendwie gefährden.


    So entwickelte sich ein weitgehend unspektakuläres, von den Kreis-Schützlingen dominiertes Treffen. Vier Abstaubertore von Joseph, Kaufmann, Tutschek und eben Ramsay bewiesen, wie leicht man es haben kann. Wenn man eine alte Eishockey-Regel beherzigt: bei Distanzschüssen stets auf den Nachschuss lauern! „Das hatten wir unter der Woche thematisiert. Und haben es diesmal gut umgesetzt”, lobte DEG-Trainer Harold Kreis.


    Zwar taten sich seine Mannen gegen die geschickt verteidigende Nürnberger Unterzahl in zehn von elf Fällen schwer. Ins Gewicht fiel das gestern nicht. „Gut war, dass wir auch im dritten Drittel eine pro-aktive Haltung gezeigt haben, keine reaktive”, stellte Kreis fest. Und verwies auf das Freitagsspiel in Krefeld, als die DEG nach einer 4:2-Führung den Vorwärtsgang komplett ausgeschaltet hatte. Das Resultat ist bekannt. Zumindest gestern durften dann alle Beteiligten behaupten: Gelernt ist gelernt.


    Vierte-Reihe-Außen Martin Hinterstocker zog sich eine Oberschenkelprellung zu, so dass die DEG ab Drittel zwei mit nur drei Blöcken operierte.


    Das Spiel in der Statistik


    DEG – Nürnberg Ice Tigers 4:1 (1:0, 1:0, 2:1).


    DEG: Storr; Caldwell, Harrington; Ratchuk, Hedlund; Holzer, Bazany; Schüle; Courchaine, Collins, Patrick Reimer; Kreutzer, Reid, Joseph; Kaufmann, Tutschek, Carciola; Boon, Ramsay, Hinterstocker.


    Schiedsrichter: Aumüller (ESC Planegg-Würmtal).


    Zuschauer: 5500.


    Tore: 1:0 (1:13) Joseph (Kreutzer, Reid), 2:0 (26:26) Kaufmann (Reid, Ratchuk), 2:1 (44:13) Savage (Fical), 3:1 (45:10) Tutschek (Carciola, Harrington), 4:1 (49:55) Ramsay (Courchaine, Caldwell/5-4-Überzahl).


    Strafminuten: DEG 8, Nürnberg 22 plus 10 (Savage/49:55 Min. wegen Reklamierens).


    Beste DEG-Spieler: Ramsay (5 Punkte), Storr (3), Harrington (1).

  3. #13
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    Standard Was wird aus Kreutzers Dopingverfahrenfehler?

    Quelle: DerWesten von Michael Ryberg

    Eishockey: Im Hintergrund verhandeln der DEB, die Nationale Anti-Doping-Agentur und Kreutzers Rechtsanwalt Klaus Sturm um das Ende im Rechtsstreit. Bis Freitag müsste der DEB das Hauptsache-Verfahren gegen Kreutzer angemeldet haben.

    Der Siegesserienrekord steht seit zwölfeinhalb Jahren. Vom 18. Februar bis zum 21. März 1996 landete die DEG zehn Erfolge am Stück. Und wurde damals unter dem schwedischen Cheftrainer Hardy Nilsson anschließend Deutscher Meister. Sieben Siege sind es im Moment, die das Team um Cheftrainer Harold Kreis bis auf Platz zwei der DEL-Tabelle katapultiert haben.
    „Wenn alle Spieler gesund bleiben und es weiterhin gut läuft, werden wir die direkte Play-off-Qualifikation schaffen”, erklärte Kreis gestern nach dem 16. von 52 Pflichtspielen. Womit das Ziel nach den bisherigen Eindrücken der Mannschaft auch festgelegt sein dürfte. „Andere, gut besetzte Teams”, schränkt Kreis ein, „stehen in der Tabelle allerdings schlechter als sie sind.” Die Kölner zum Beispiel.
    Am DEG-Aufschwung beteiligte sich auch der wieder erstarkte Kapitän Daniel Kreutzer, der von Bundestrainer Uwe Krupp als einziger Rot-Gelber für den anstehenden Deutschland-Cup in der nächsten Woche nominiert wurde. Eine zweite gute Nachricht erhofft sich der Blondschopf bis Freitag. Dann soll Klarheit darüber herrschen, ob die immer noch im Raum stehende Dreimonatsspielsperre wegen eines Dopingverfahrenfehlers (die NRZ berichtete mehrfach) fallen gelassen wird.
    Kreutzer hatte zweimal die für Nationalspieler bindende Meldung seiner Aufenthaltsorte an die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) nicht korrekt im Internet ausgefüllt. Ende August war die vom Deutschen Eishockey-Bund nach NADA-Code verhängte Spielsperre per Einstweiliger Verfügung erst einmal aufgehoben worden. Weil es zahlreiche Unklarheiten gab und gibt. Derzeit suchen alle Beteiligten, Kreutzers Berliner Rechtsanwalt Klaus Sturm, DEB-Präsident Uwe Harnos und die NADA, nach einem Ausweg.
    „Wir wollen keine Hauptsache-Klage erheben und das Thema spätestens Ende des Jahres vom Tisch haben”, bekräftigte gestern DEB-Chef Harnos im Gespräch mit der NRZ. Zumal überhaupt nicht klar ist, ob der DEB die Sperre gegen Kreutzer nach den Regeln der NADA auch vor Gericht durchsetzen würde. „Die Verhandlungen zwischen allen Parteien laufen”, erklärte Kreutzers Anwalt Sturm gestern betont zurückhaltend.
    Übrigens: Mittelstürmer Rob Collins wird heute mit dem Training aussetzen. Der Kanadier spürt seit zwei Wochen leichte Schmerzen in der Leiste, die möglicherweise von einer ausgerenkten Hüfte herrühren. Eine genaue Diagnose gaben die Mediziner gestern allerdings trotz einer Untersuchung nicht ab.

  4. #14
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    Standard Noch viel mehr Herzen erobern

    Quelle: DerWesten von Michael Schaal

    DEG-Trainer Harold Kreis will mit seinem Team die aktuelle Siegesserie im Heimspiel am Donnerstag gegen Augsburg weiter ausbauen und wieder mehr Zuschauer anlocken.

    Erfolg macht sexy, sagt man gemeinhin. Was im Fall der DEG aber noch zu beweisen wäre. Sieben Spiele in Folge haben die Rot-Gelben nun in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gewonnen, attraktiver sind sie dadurch für die Zuschauer aber offenbar nicht geworden. Ein signifikanter Anstieg der Besucherzahlen war auch während dieser Siegesserie nicht festzustellen.
    Der Schnitt liegt derzeit bei mageren 5705 Interessierten pro Partie. Was sich im Heimspiel am Donnerstag gegen die Augsburger Panther (19.30 Uhr, Dome) nicht verbessern dürfte. Angesichts des unbeliebten Donnerstagstermins werden sogar noch weniger Besucher erwartet. Daher kann jeder Dauerkartenbesitzer zwei Personen mitbringen, die nur den halben Eintritt zahlen.
    DEG-Trainer Harold Kreis bedauert den bislang enttäuschenden Zuschauerzuspruch und wünscht sich mehr Aufmerksamkeit. Zumal sein Team nicht nur erfolgreiches, sondern zumeist auch attraktives Eishockey bietet.
    „Die Zuschauer, die sich nicht für uns entscheiden, verpassen etwas”, sagt Kreis. „Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir uns wieder in die Herzen der Zuschauer spielen wollen. Es wäre schön, wenn wir mehr Herzen hätten.”
    Sportlich läuft hingegen derzeit vieles rund bei der DEG. Ein Fragezeichen steht allerdings hinter dem Einsatz von Rob Collins. Den Mittelstürmer plagt eine Nervenentzündung in der Hüfte. Ob der Kanadier am Abend mitwirken kann, entscheidet sich nach dem Frühtraining.

    Sollte Collins spielen können, hat Trainer Kreis ein Luxusproblem. Ryan Ramsay hatte seinen Landsmann beim 4:1 am vergangenen Sonntag gegen Nürnberg ab dem ersten Drittel bestens als Reihe-eins-Center zwischen Adam Courchaine und Patrick Reimer vertreten. Die Antwort auf die Frage, ob Collins oder Ramsay im ersten Angriffsblock aufläuft, hängt vom Fitnesszustand des Stammcenters ab.

    Absprache mit Ramsay

    „Sollte Collins in der Lage sein, die ganze Partie zu spielen, wird er wieder in der ersten Reihe auflaufen. Diese hat bisher gut funktioniert. Von daher gibt es keinen Grund, irgendetwas zu verändern. Das ist auch so mit Ramsay abgesprochen”, erklärt der Übungsleiter.
    Der 49-Jährige möchte ansonsten die Siegesserie weiter ausbauen. Allerdings warnt Kreis davor, die auswärtsschwachen Panther zu unterschätzen.
    „Wir dürfen nicht den Fuß vom Gaspedal nehmen. Es ist entscheidend, dass wir weiterhin unser Spiel durchsetzen und den Gegner immer wieder unter Druck setzen.”

  5. #15
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    Standard Spitze mit einer Portion Magerquark

    EISHOCKEY. DEG mühte sich gegen kampfstarke Augsburger zum Penaltysieg. Evan Kaufmann sicherte zweiten Pluspunkt.

    Zumindest bis heute Abend gegen 22 Uhr dürfen sich die DEG-Cracks in der Deutschen Eishockey-Liga auf der Topposition ausruhen. Eine gehörige Portion Magerquark bekamen die nur 4893 Zuschauer allerdings gestern Abend gegen wackere Augsburger Panther geboten. Das Penaltyschießen musste schon her, damit die Gastgeber beim 2:1 (0:0, 1:1, 0:0, 0:0, 1:0) den achten Sieg in Serie landeten. Nach einer über weite Strecken schwachen Leistung.
    In Bestbesetzung, also auch mit dem leistengeplagten Rob Collins im ersten Angriff, legte die DEG ein ganz dürftiges Startdrittel hin. Bei nur vier Torschüssen lag die Vermutung nahe, die Rot-Hemden wollten auf der halben Kufe den achten Sieg in Serie einfahren. Was gegen die defensiv dicht stehenden, gut konternden Schützlinge von Larry Mitchell so nicht gelingen konnte.
    Kreis wollte mehr "Pepp reinbringen"
    Coach Harold Kreis stellte folgerichtig um: Ramsay in den zweiten Block, Kreutzer zurück in Reihe drei, das vierte Trio musste auf die Bank. "Ich wollte mehr Pepp reinbringen", erklärte Kreis hinterher. Was mit Verzögerung gelang.
    Erst einmal kam es für die 20 wackeren Gäste-Fans, die ihren leeren Block mit acht rot-grün-weißen Fähnchen hübsch geschmückt hatten, besser. Barney lochte unbedrängt die Scheibe in den linken Torwinkel ein. Was in der 23. Spielminute verdient war.
    Gut möglich, dass Verteidiger Korbinian Holzer seine Mitstreiter mit einer kleinen Fausteinlage aus der Lethargie riss. Der ehemalige Tölzer verpasste Raubein Brett Engelhardt ein paar Schläge gegen den Helm. Zuvor hatte der 28-jährige US-Amerikaner den DEG-Verteidiger Marian Bazany böse von hinten in die Bande gecheckt und war dafür vom Berliner Referee Heiko Dahle zurecht unter die Brause beordert worden. Zum Glück verletzte sich der Abwehrroutinier bei der Attacke nicht, weil er den Übeltäter offenbar hatte kommen sehen.
    Zumindest war das der Startschuss für dynamischere Angriffe auf das Gehäuse von Dennis Endras. Der gestern von der Deutschland-Cup-Teilnahme der Nationalmannschaft überraschend wieder ausgeladene Sonthofener hätte gern mit einem Zu-Null-Spiel zumindest ein kleines Ausrufezeichen in Richtung Bundestrainer Uwe Krupp geschickt. Brandon Reid hatte etwas dagegen, schloss einen Konter nach Vorlage von Shane Joseph mit dem Ausgleich ab.
    Danach wäre der wohl entscheidende Treffer leicht möglich gewesen. Collins, Joseph und zweimal Reid netzten allerdings aus günstigsten Schusspositionen nicht ein. Der AEV erkämpfte sich das Punkteglück im wieder mauen Schlussabschnitt dann redlich. DEG-Mittelstürmer Brad Tutschek hätte trotzdem alles klar machen können. Der Deutsch-Kanader scheiterte zweimal im Alleingang am starken Endras. Als auch Ratchuk sein Solo gegen Endras in der Verlängerung nicht ins Ziel brachte, mussten die Penaltys her.
    Nach Treffern von Collins und Barney zum 1:1 verwandelte Kaufmann den letzten Versuch zum Zwei-Punkte-Sieg. "Das war unsere beste Auswärtsleistung seit langem", lobte AEV-Coach Larry Mitchell. Kollege Kreis sah es, natürlich, kritischer: "Wir haben unsere Lauf- und Spielstärke nicht umgesetzt und insgesamt nicht gut gespielt."
    Quelle: DerWesten von Michael Ryberg & Angelique Wemmer

  6. #16
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    Standard "Nicht auf unserem Niveau"

    Eishockey: DEG-Trainer Harold Kreis setzt am Sonntag in Mannheim auf eine deutliche Leistungssteigerung. Angriffsblockbildung ist noch unklar.

    Petri Niinisalo standen die blonden Haare sichtbar zu Berge. Was nicht nur an dem typischen fiesen kalten Windzug rund um den Dome lag. Der finnische Sport-Journalist, der für die angesehene Eishockey-Internetseite Jatkoaika.com schreibt, wusste sich am 2:1-Penaltysieg der DEG über die Augsburger Panther gar nicht recht zu ergötzen. Zu Hause, im Nordosten Skandinaviens, wo die schnellste Mannschaftssportart der Welt in der Publikumsgunst an der Spitze steht, gibt es selten ein derart ausgeprägtes Fehlpassfestival zu sehen wie am Donnerstagabend. Was Freunde der frechen Zunge als „Gruselstunde vor Halloween” titulierten.
    „Wir haben die zwei Punkte, alles andere ist egal”, verbalisierte DEG-Manager Lance Nethery seine freundliche Miene zum schwachen Auftritt. Cheftrainer Harold Kreis wirkte eher erleichtert denn sauer: „Ich bin froh über den gewonnenen Zusatzpunkt. Das Match lag sicher nicht auf unserem gewohnten Niveau.”
    Der achte Sieg in Folge festigte die rot-gelbe Spitzenposition. Ob diese ausgerechnet morgen (14.30 Uhr, Arena) beim Titelmitfavorit Mannheimer Adler verteidigt werden kann? Das von Mäzen Dietmar Hopp finanzierte Prunkgebäude an der S-Bahn-Haltestelle Rangierbahnhof zählt wahrlich nicht zu den Lieblingsspielstätten der DEG. In sechs Gastspielen gelang kein Sieg. Letzter Erfolg in Mannheim: 30. Dezember 2004, ein 3:2 nach Toren von Pellegrims, Kathan und Schneider.
    Morgen verzichtet Coach Kreis lediglich auf die U-20-Nationalspieler Marco Nowak und Martin Hinterstocker. Die sind zehn Tage in Camrose/Alberta in Kanada beim Testturnier World Junior Challenge dabei. Ob der Trainer die Angriffsreihen in der Start- oder in der Endformation des Augsburg-Spiels aufstellen wird, war gestern noch unklar.
    Nach einem Drittel hatte Kreis seine Blöcke auf die Ursprungsformationen zurückgestellt: Ramsay von Reihe vier nach zwei mit Reid und Joseph, Kreutzer (für Carciola) von Block zwei nach drei mit Tutschek und Kaufmann. Was auch nicht den ganz großen Schwung entfachte.
    An seinen alten Stammverein inklusive des Anhangs hat Kreis gute Erinnerungen. Und besitzt auch noch Kontakte. Sohnemann Christopher spielt beispielsweise im alten Friedrichspark für Mannheim Inlinehockey. „Die Adler bleiben für mich immer ein besonderer Klub”, sagt Kreis, der von 1979 bis 1997 satte 891 Spiele bestritt und zwei Titel feierte.
    Gestern dachte der Deutsch-Kanadier nicht an Eishockey. Er war beim Bundesliga-Kick Leverkusen – Wolfsburg.
    Quelle: DerWesten von Michael Ryberg

  7. #17
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    Standard Siegesserie endete mit Doppel-Null

    Mannheim. Adler-Keeper Brathwaite zog der DEG beim 0:4 mit Glanzparaden den Nerv und beendete die Düsseldorfer Siegesserie.

    Alle Neune? Es wäre am Saonntag Nachmittag aber auch zu schön gewesen für die DEG-Eishockey-Cracks und ihre 400 mitgereisten Anhänger. Mit einer unglücklichen Doppel-Null endete die Siegesserie in der Mannheimer Arena. Unnötig. Zwischen null Punkten, null Toren und dem neunten Erfolg am Stück lagen genau zwölf Torchancen der Extraklasse. Doch Adler-Fänger Fred Brathwaite zog den Gästen mit unglaublichen Paraden den Nerv. Rot-Gelb fuhr am Ende vor der Prachtkulisse von 12 535 Zuschauern, darunter Bundestrainer Uwe Krupp, mit einem 0:4 (0:2, 0:2, 0:0) vom Eis. Das betrübliche Urteil „Unter Wert geschlagen” passte selten besser als am Sonntag.
    „Ergebnis verzerrt den Spielverlauf”
    „Das Ergebnis verzerrt den Spielverlauf. Wir haben eine gute Leistung gebracht, aber zu viele entscheidende, kleine Fehler produziert”, meinte Cheftrainer Harold Kreis. Was den Nagel auf den Kopf traf. Reid vertändelte beispielsweise die Scheibe vor dem eigenen Tor gegen Forbes. Dessen Direktzuspiel netzte Corbet zur Führung ein.
    Forbes' Handgelenkstreffer von der Blauen Linie erwischte Keeper Storr gedanklich auf dem falschen Fuß. Die agile dritte DEG-Reihe allein hätte den Rückstand vereiteln können. Tutschek versiebte dreimal allein vor Brathwaite, Kaufmann aus der Halbdistanz. Auch Courchaine fand im Alleingang gegen den dunkelhäutigen Kanadier mit Barbados-Staatsbürgerschaft nicht das Ziel.
    Das schwungvolle, gutklassige, aber aus DEG-Sicht unbefriedigende Match ging im Mittelabschnitt genau so weiter. Die Adler trafen. Glücklich bei Girards Abstauber. Zielsicher bei Forbes' Distanzschuss, den King noch abfälschte. Reid, Collins und Joseph fanden diesmal in Brathwaite den Meister. In allen Fällen aus gefühlten 30 Zentimetern Torentfernung.
    Schlussabschnitt? Für die Adler ein lockeres Spielchen aus der massierten Defensive. Für die nun müde wirkende DEG ein verzweifeltes Anrennen gegen den doppelten „Nullinger” in der Statistik. Brathwaite hielt immer noch: gegen Caldwell in Unterzahl, gegen Patrick Reimer, gegen Kreutzer, gegen Schüle, gegen Reid in Penalty ähnlicher Situation.
    „Es gibt Nachmittage, da könnte man stundenlang anrennen und trifft das Tor nicht”, meinte Manager Lance Nethery, „die Mannheimer Arena ist eben nicht unsere Halle.” Im siebten Versuch gab es die siebte Niederlage.
    Adler-Cheftrainer Dave King brachte das Gesehene mit der Erfahrung eines langjährigen NHL- und Nationalmannschaftstrainers auf den Punkt: „Wir können uns glücklich schätzen, dass Freddy einen Sahnetag erwischt hat. Seine Paraden haben klar das Match entschieden. Schließlich hat die DEG mit viel Tempo eine gute Leistung gezeigt.”
    Übrigens: Beim anstehenden Deutschland-Cup sehen sich die Torsteher wieder. Sowohl Jamie Storr, als auch Adler Fred Brathwaite sind für das Team Kanada nominiert.
    DEG: Storr; Caldwell, Harrington; Ratchuk, Hedlund; Holzer, Bazany; Schüle; Courchaine, Collins, Patrick Reimer; Ramsay, Reid, Joseph; Kaufmann, Tutschek, Kreutzer; Schietzold, Boon, Carciola.
    Schiedsrichter: Jablukov (FASS Berlin).
    Zuschauer: 12 535.
    Tore: 1:0 (16:30) Corbet (Forbes, Kink), 2:0 (19:28) Forbes (Methot, Girard/5-4-Überzahl), 3:0 (23:47) Girard (Arendt, King), 4:0 (31:33) King (Methot, Forbes/5-4).
    Strafminuten: Adler 8, DEG 6 plus 10 (Holzer/31:09 Min. wegen unsportlichem Verhalten).
    Beste DEG-Spieler: Kaufmann, Tutschek, Schüle.
    Quelle: DerWesten von Michael Ryberg

  8. #18
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    Standard Martin Hinterstocker traf für's Nationalteam

    Der DEG-Stürmer erzielte zum Auftakt der "World Junior Challenge" in Kanada ein Tor bei der 3:6-Niederlage des deutschen U20-Teams gegen eine ostkanadische Auswahl.

    VERLOREN: Zum Auftakt der „World Junior Challenge” im kanadischen Camrose unterlag die deutsche U-20-Nationalmannschaft einer ostkanadischen Auswahl mit 3:6 (1:3, 0:1, 2:2). DEG-Stürmer Martin Hinterstocker erzielte dabei den dritten deutschen Treffer. Verteidiger Marco Nowak blieb hingegen unauffällig.
    POKAL: Drei der vier Halbfinalteilnehmer am diesjährigen Deutschen Eishockey-Pokal stehen fest. Nach Hannover und Wolfsburg erreichten die Kassel Huskies mit einem 5:1 in Iserlohn die Vorschlussrunde. Die DEG muss am 9. Dezember (19.30 Uhr, Eisstadionh am Pulverturm) in Straubing bei den Tigers ran.
    PLUS-MINUS: In der wohl wichtigsten Eishockey-Wertung, der Plus-Minus-Statistik, ist derzeit DEG-Verteidiger Peter Ratchuk top. Der US-Amerikaner weist in der Differenz erzielter und kassierter Treffer bei eigener Anwesenheit auf dem Eis und gleicher Spielerzahl der Gegner eine stolze „plus 14” auf.
    ÜBERZAHL: Nach einer erneuten Nullnummer gegen Augsburg und in Mannheim ist die DEG in der Überzahl-Statistik weiter abgesackt. Die Trefferquote beträgt nur noch zwölf Prozent. Das ist der zweitschlechteste Wert aller DEL-Teams. Nur Schlusslicht EV Duisburg ist hier schwächer.
    VIKINGSTAD: Beim 5:4 über Frankfurt erzielte Ex-DEG-Top-Mittelstürmer Tore Vikingstad seine ersten Pflichtspieltreffer für die Hannover Scorpions. Gleich drei an der Zahl. Die Niedersachsen mit dem ehemaligen DEG-Trainer Hans Zach an der Bande gingen als Tabellenzweiter in die zehntägige Spielpause. (miry/O.S.)
    Quelle: DerWesten

  9. #19
    Bulldozer
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    Standard Ermittlungen

    Auch die DEG betroffen? Ermittlungen gegen Metro-Mitarbeiter
    VON CHRISTIAN HERRENDORF

    Düsseldorf (RP) Kartonweise haben Polizeibeamte und Steuerfahnder am Donnerstag Unterlagen aus der Düsseldorfer Zentrale des Metro-Konzerns getragen. Die Ermittler suchten dort Hinweise auf einen Fall von Bestechung und Steuerhinterziehung, von dem auch die Eishockey-Mannschaft DEG Metro Stars betroffen sein könnte...................

    http://www.rp-online.de/public/article/duesseldorf-stadt/635466/Ermittlungen-gegen-Metro-Mitarbeiter.html

  10. #20
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    Standard DEG: Sponsoring durch Korruption

    Düsseldorf. Die DEG Metro Stars könnten ohne ihr eigenes Zutun in einen Korruptionsskandal verwickelt worden sein. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen einen Einkäufer des Handelsriesen Metro.

    Wegen Korruptionsverdachtes haben Ermittler die Zentrale des Handelskonzerns METRO in Düsseldorf durchsucht. Grund sei eine Strafanzeige eines Finanzamtes gewesen, bestätigte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft am Freitag. Bei der Betriebsprüfung eines Remscheider Feinkosthändlers waren Finanzbeamte auf Sponsoring-Zahlungen von rund 190 000 Euro an den Düsseldorfer Eishockey-Club DEG METRO Stars gestoßen.

    Geld nicht freiwillig gezahlt
    Der Steuerberater des Feinkost-Unternehmens hatte dazu erklärt, das Geld sei nicht freiwillig gezahlt worden. Ein METRO-Einkäufer habe dies im Zusammenhang mit den Geschäftsbeziehungen ausdrücklich verlangt. Daraufhin hatten Finanzbeamte Anzeige wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und der Steuerhinterziehung erstattet.
    Ein METRO-Sprecher bestätigte am Freitag den Besuch der Kriminalpolizei. Man arbeite mit den Behörden zusammen, äußere sich aber zu Details des Verfahrens nicht. Das Amtsgericht Wuppertal hatte die Durchsuchungsbeschlüsse erlassen, die am Donnerstag vollstreckt worden waren. Man versuche derzeit, die Identität des METRO- Einkäufers zu ermitteln, sagte Staatsanwalt Wolf-Tilman Baumert. Gegen den Geschäftsführer des Feinkost-Unternehmens werde ebenfalls ermittelt. (dpa)
    Quelle: DerWesten

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